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4. Testbericht Seemandelbaumrinde
Selcuk Aru aus Reinheim schrieb uns in seinem Testbericht: Bevor ich mit dem Bericht anfange, möchte ich mein Aquarium
vorstellen. Als Besatz habe ich 7 Diskusfische, 6 Schmetterlingsbuntbarsche, 4 Albino-Panzerwelse, 1 Harnischwels und 15 Amano-Garnelen. Die Wasserwerte sind wie folgt: Temperatur: 29,6 °C Nachdem ich die Seemandelbaumrinde erhielt, spülte ich die Rinde unter heißem Wasser ab und ließ sie über Nacht im Wasser liegen. Am nächsten Tag legte ich ca. 30 % der Seemandelbaumrinde ins Wasser, um zu sehen wie meine Diskusfische und die anderen Bewohner darauf reagieren. Kaum ließ ich die Rinde ins Aquarium fallen, versammelten sich die Fische neugierig um die Rindenstücke herum. Durch das Eigengewicht der Seemandelbaumrinde sanken die Stücke sehr schnell zu Boden. Am nächsten Tag war eine leichte bräunliche Färbung im Wasser zu sehen, welches sehr schnell wieder verschwand. Die Tiere nahmen keine Notiz von der Färbung des Wassers. Obwohl meine Diskusfische stark auf Veränderungen im Wasser reagieren und ich bereits 2 große Wurzeln aus dem Becken wieder entfernen musste, blieben sie bei der Seemandelbaumrinde sehr ruhig. Weder die Farben von den Diskusfischen noch von den Schmetterlingsbuntbarschen veränderten sich. 3 Tage später setzte ich nochmals ca. 40 % der Seemandelbaumrinde ins Aquarium. Insgesamt befinden sich nun ca. 70 % der Rinde im Aquarium. Da ich kein Risiko eingehen wollte und Herr Kaufmann den Einsatz von ca. 80 % der Rinde empfohlen hatte, beließ ich es bei dieser Menge. Die Rinde wurde vom Harnischwels und besonders gerne von den Garnelen angenommen. Durch den Einsatz der Seemandelbaumrinde verschwand der Geruch des Aquariumwassers, das Wasser riecht nun angenehmer. Die Wasserwerte blieben konstant, eine Veränderung der Werte konnte ich nicht feststellen. Der pH-Wert blieb auch ziemlich konstant, sodass die CO2-Anlage sehr wenig in Gebrauch war. Was die Bakterien im Wasser angeht, scheint die Seemandelbaumrinde die Bakterien im Wasser tatsächlich stark zu minimieren. Denn bevor ich die Seemandelbaumrinde einsetzte, hatte mein Rot-Türkis Diskus über einige Monate weiße Punkte an der Schwanzflosse. Trotz intensiver Wasserwechsel und Behandlung war es mir nicht gelungen die Flosse von den Pünktchen zu befreien. Eine Woche nachdem ich die Seemandelbaumrinde im Aquarium hatte, waren die Pünktchen von der Schwanzflosse verschwunden (siehe Bild).
Also schienen die Bakterien verringert worden zu sein und somit ist es auch eine Wohltat für die Fische. Fazit: Die Seemandelbaumrinde sieht nicht nur im Aquarium dekorativ und gut aus, sondern leistet auch sehr gute Dienste. Sie wirkt wohl antibakteriell, pH-Wert stabilisierend und die Fische fühlen sich wohler. Sogar die schreckhaften Schmetterlingsbuntbarsche wurden nach dem Einsatz der Rinde ruhiger. Ich hätte es nie für möglich gehalten, wenn ich den Test nicht selber durchgeführt hätte. An dieser Stelle möchte ich Herrn Bernd Kaufmann für die Teststellung der Seemandelbaumrinde danken. Ohne Herrn Kaufmann wäre so ein Test nicht möglich gewesen. Ich würde mir wünschen, dass aquamax die Seemandelbaumrinde importiert und über den Fachhandel vertreibt. Ich wünsche aquamax dabei viel Erfolg. Selcuk Aru Anmerkungen von aquamax, Bernd Kaufmann: Herzlichen Dank an Selcuk Aru, für seinen sehr interessanten und aufschlussreichen Testbericht, sowie die schönen Bilder. Herr Aru schildert einen nahezu optimalen Verlauf des Tests, der auf mehrere Gründe zurückzuführen ist: Rindenstücke in der richtigen Größe, korrekte Dosierung und gute Rahmenbedingungen innerhalb des Aquariums. Die Wässerung über Nacht, wie von Herrn Aru beschrieben, ist zwar sehr sicher, aber bei richtiger (angepasster) Dosierung nicht notwendig. Sinnvoll dürfte es aber sein, die Rinde am Morgen einzulegen, um eventuelle Reaktionen besser beobachten zu können. Herrn Arus Beobachtung einer antibakteriellen Wirkung der Rinde können wir
bestätigen. Wie bereits in anderen Berichten erwähnt, kam es bei Versuchen mit
bakteriell infizierten Fischen aus dem Fachhandel zu Heilungen in
Behandlungsbecken. |